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    Kontakt

    Udo Bradersen
    Tel.: +49 (0) 40 / 50 75 - 16 62
    E-mail: ubradersen@ham.airport.de

    Airport Carbon Accreditation

    Airport Carbon Accreditation (ACA) ist ein ausschließlich für Flughäfen entwickeltes System zur Erfassung von Treibhausgas- Emissionen von Flughäfen, zur Festlegung von Reduktionsmaßnahmen für diese (bis hin zur CO2 – Neutralität) sowie zur unabhängigen Überprüfung und Zertifizierung der errechneten CO2 – Fußabdrücke sowie der Maßnahmen.  Obwohl es primär für Europa gilt und sich dort bereits eine Vielzahl von Flughäfen daran beteiligen, hat ACA bereits eine weltweit hohe Anerkennung erreicht.

    Grundlage einer Zertifizierung nach ACA sind die Anforderungen des Kyoto- Protokolls zur Erfassung (und Minimierung) von Treibhausgas- Emissionen. Je nach Herkunft der Emissionen innerhalb des betrachteten Unternehmens  wird hier zwischen drei Gruppen unterschieden:

    • Scope1: Dieses sind Emissionen, die vor Ort aus Aktivitäten entstehen, auf deren Menge das Unternehmen einen direkten Einfluss besitzt. Am Flughafen Hamburg sind hierunter der Einsatz von Fahrzeugen und die Erzeugung von Energie (Strom, Wärme) am Standort zu verstehen.
    • Scope 2: Unter Scope 2- Emissionen werden die Emissionsmengen zusammengefasst, die aufgrund von Aktivitäten vor Ort, aber an einer anderen Stelle entstehen – also die Emissionen, die bei der Erzeugung des von der FHG bei Stromanbietern eingekauften Stromes entstehen.
    • Scope3: Hier handelt es sich um Emissionen, die am Standort entstehen, auf die das Unternehmen jedoch keinen direkten Einfluss ausüben kann, am Flughafen also die von Flugzeugen oder dem Zubringerverkehr erzeugten Emissionsmengen.

    Die Erfassung der Emissionsmengen muss grundsätzlich plausibel, transparent und lückenlos sein, um den Anforderungen des Protokolls zu genügen.

    Diese Anforderungen werden über ACA an jedem teilnehmenden Flughafen in vier verschiedenen Anforderungsstufen, den so genannten Levels, umgesetzt und anschließend zertifiziert:

    • Level 1: Erfassung (Berechnung des CO2 – Fußabdruckes
    • Level 2: Reduktion (Berechnungen gemäß Level 1 plus verbindliche und wirksame Verkleinerung des CO2 - Fußabdruckes über einen „Carbon Management Plan“)
    • Level 3: Berücksichtigung von Scope 3- Emissionen zusätzlich zur Erfüllung der Anforderungen der vorangegangenen Levels
    • Level 3+: CO2 – Neutralität

    Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikates ist allerdings eine umfassende Überprüfung der berechneten CO2 – Fußabdrücke und aller Reduktionsmaßnahmen. Diese Prüfung erfolgt zunächst vor Ort durch einen unabhängigen, zugelassenen Umweltgutachter. Anschließend erfolgt eine weitere Prüfung durch die Institutionen, die ACA entwickelt und gestaltet haben. Neben dem britischen Umweltberatungsunternehmen WSP ist dies das sog.  „Advisory board“, das sich u.a. aus Mitarbeitern verschiedener Universitäten und Nicht- Regierungs- Organisationen zusammensetzt. Erst wenn alle Prüfungen ergeben haben, dass die errechneten CO2 – Emissionen korrekt sind und auch alle weiteren Forderungen erfüllt wurden, wird das Zertifikat erteilt.

    Seit Januar 2011 sind die FHG und ihre Tochterfirmen nach diesem System zertifiziert, und zwar nach Level 2, das nachweisbare Emissionsreduktionen zwingend vorschreibt. Der Erhalt des Zertifikates ist somit der Nachweis, dass die FHG ihre Emissionen an Treibhausgasen korrekt und umfassend ermittelt hat. Es zeigt außerdem, dass die Bemühungen Hamburg Airports im Klimaschutz nun wirksam werden.

    Insgesamt ist das Zertifikat, das jedes erneuert und somit überprüft werden muss, für die FHG eine wichtige Komponente des Umweltmanagementsystems, um vor allem dem Klimaschutz vor Ort eine bedeutsame Position zu geben.


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